Lufthansa im Überlebenskampf: Der Konzern streicht noch mehr Stellen, legt mehr Flugzeuge still und korrigiert die Prognose noch weiter nach unten

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Rund 150 Maschinen werden ausgemustert und wohl weit mehr als die bisher geplanten 22 000 Stellen gestrichen. Derzeit verbrennt das Unternehmen jeden Monat eine halbe Milliarde Euro.

Die Luftverkehrsbranche ist etwa so weit von einer Erholung von den Folgen der Corona-Pandemie entfernt wie die deutsche Autoindustrie von einer vollständigen Umstellung auf die Elektromobilität. Am Frankfurter Flughafen beträgt das Passagieraufkommen derzeit knapp 20% des Vorjahres. Die Flughäfen in den USA kommen immerhin auf rund 33%. Diese Entwicklung trifft die Deutsche Lufthansa hart. Seit Ende der Sommerreisezeit gehen die Passagier- und Buchungszahlen sogar wieder zurück, für Oktober sind dem Vernehmen nach bisher nur 10% der Kapazität verkauft worden, und die anstehenden Herbstferien kann man im operativen Geschäft bis jetzt kaum erkennen. Darauf reagiert der Konzernchef Carsten Spohr nun mit einem dritten Sparpaket im Rahmen des Restrukturierungsprogramms «ReNew».